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Inhalt

Organisation:

Susanne Leist und Stefan Strecker

Tutorium 1 - Modellorganisation durch Abstraktionsebenen

Modellierung gewinnt im Bereich der Software- und Systementwicklung immer mehr an Bedeutung. Die Modellierungssprache UML (Unified Modeling Language) hat sich im Umfeld der Softwareentwicklung schon in vielen Bereichen etabliert. Seit einigen Jahren existieren darüber hinaus weitere domänenspezifische Modellierungsstandards, die bestimmte Anwendungsbereiche speziell abdecken, aber trotzdem als so genannte UML-Profile auf der UML aufbauen. Eine der wichtigsten ist hier sicherlich die Systems Modeling Language (SysML) welche die Beschreibung von mechatronischen Systemen erlaubt.
Zu den Modellierungssprachen existiert eine ganze Reihe von Vorschlägen wie die Sprachelemente methodisch und pragmatisch eingesetzt werden können, um die Aspekte der Software oder des Systems zu modellieren. Diese Methodiken ermöglichen heute einen schnellen produktiven Einsatz von Modellierung im Rahmen der Produktentwicklung.
Sehr oft fehlt leider jedoch ein Hinweis oder eine konkrete Methodik wie man Modelle selbst organisiert und strukturiert. Dies ist jedoch ein entscheidender Faktor, damit modellbasierte Entwicklung in der Praxis erfolgreich eingeführt und eingesetzt werden kann. In einem mittleren Entwicklungsprojekt ist es nicht unüblich, dass mehrere Duzend oder sogar mehrere hundert Ingenieure und andere Stakeholder gemeinsam Daten in ein Modell einpflegen oder abrufen. Dies kann nur dann gelingen, wenn ein solches Modell zum einen gemeinsam genutzt werden kann und zum anderen so organisiert und strukturiert ist, dass auch bei mehreren zehntausend Modellelementen die Übersicht immer noch gewahrt bleibt.
Das Tutorium zeigt Wege und Möglichkeiten auf wie man heute Modelle organisieren und strukturieren kann, damit auch große Entwicklungsteams ein solches Modell noch beherrschen und damit produktiv arbeiten können. Zum Einsatz kommt dabei eine Methodik, die es unterstützt, dass in einem Modell das zu modellierende System zumeist auf mehrere Arten, in unterschiedlichen Abstraktionsgraden dargestellt werden muss. Im Rahmen des Tutoriums wird eine Ordnerstruktur vorgestellt und erläutert, die es erlaubt diese Abstraktionsebenen direkt darzustellen und damit das Modell zu organisieren.
Weiterhin wird auch das Thema verteiltes Arbeiten in einem gemeinsamen Modell-Repository erläutert und an praktischen Beispielen nachvollzogen. Die dabei genutzten Konzepte sind nicht direkt an die Modellierungssprache gekoppelt und dies wird den Teilnehmern auch durch Kombination mehrerer Modellteile, die sich in einem gemeinsamen Repository befinden, aber unterschiedliche Modellierungssprachen verwenden demonstriert.
Die praktische Anwendung wird dabei ebenso berücksichtigt wie der theoretische Hintergrund. Anhand des weit verbreiteten Modellierungswerkzeugs Enterprise Architect der Firma Sparx Systems werden die theoretischen Inhalte den Teilnehmern direkt anschaulich demonstriert.

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Tutorium 2 - Modelling with XMF and the Xmodeler

The design of flexible DSML demands for a language architecture that overcome the limitations of traditional approaches such as the OMG MOF, which define a clear separation of classification levels. At the same time, the economics of developing and using DSML demands for (meta) modelling tools that can be quickly created from meta models. Also, it can be very beneficial to use models at run time, e.g. to provide a rich conceptual interface for navigating and changing a system. Unfortunately, the implementation of respective tools faces serious obstacles: Since prevalent programming lan-guages are restricted to the class-instance dichotomy, they do not allow for representing multi-level language architectures. Instead, models are usually represented as objects on M0 even though they are conceptually located on M1+. As a consequence, model-driven software development is mainly focussed on generating code from models – resulting in the notorious challenge of synchronizing code and models.
This tutorial gives an introduction to XMF and the Xmodeler. XMF (eXecutable Metamodelling Facili-ty) is a meta programming language that is based on a “golden braid” metamodel. It enables the con-struction of an arbitrary number of classification levels, thereby allowing for a common representa-tion of code and executable models. XMF is supplemented by an integrated development environ-ment and the Xmodeler, a meta modelling tool that allows for generating model editors from meta-models and additional specifications of the concrete syntax.
The tutorial is aimed at researchers who are interested in overcoming current limitations of develop-ing and DSML and respective tools.

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Tutorium 3 - Multi-­‐Perspective Goal Modelling with MEMO-­‐GoalML

Goal creation and achievement is intertwined with strategy formulation and management of con-­- temporary enterprises. At first glance, it seems a straightforward task to formulate goals and to de-­- termine how to achieve them. However, upon closer look it becomes clear that there are specific challenges that need to be overcome.

First of all, there is a need for context as goals without relationships to contextual elements do not make much sense. This includes, for example, determining how goals are related to measures, pro-­- jects, processes,  IT concepts,  performance  indicators,  stakeholders,  costs, risks, and when exactly people are satisfied  with goal accomplishment.  Secondly,  there is a need for providing  additional support in the form of a process model to guide the construction and analysis of goal models. Thirdly, in the context of goal analysis many different concepts exist that are in one way or another related to each other. For example, concepts like: Target, motive, objective, norm, destination, aim, and pur-­- pose are just a handful of concepts that are somehow related to the goal concept. As more than one employee oftentimes deals with a certain goal in an enterprise, it may happen that different inter-­- pretations of these goal-­-related concepts lead to conflicts in goal achievement. From a modelling perspective,  the conceptualisation  of goals is challenging  for various reasons. They relate to ques-­- tions such as: “What is the difference between (meta) goal types and goal instances?”,  or: “What aspects of goals should be part of a respective DSML and what should be defined with the DSML?”.

To address these problems, an elaborate goal modelling language has been developed as part of the method for Multi-­-Perspective Enterprise Modelling (MEMO). This language is coined the goal model-­- ling  language  (GoalML).  MEMO-­-GoalML  users  can  constitutively  develop,  structure,  and  visualize goals and their relationships with each other and with elements from other enterprise models, as a multi-­-perspective  enterprise modelling approach implies that the concepts of the GoalML should be integrated with other languages for enterprise modelling. This tutorial gives an introduction to goal modelling with the GoalML and provides the opportunity to learn how to create a multi-­-perspective goal model. The tutorial is aimed at researchers who are interested in goal modelling and analysis in general and who would like to learn how a multi-­-perspective view on goal model design is beneficial in solving problems.
 

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Tutorium 4 - Use Cases 2.0

Ziel des Tutoriums ist die theoretische und praktische Vermittlung der Methode „Use Case 2.0“ nach Ivar Jacobson et al. Wir zielen auf ein Publikum ab, welches akademischen und/oder praktischen Hintergrund in der Softwareentwicklung besitzt. Modellierungserfahrung, vorzugsweise mit Use Cases, ist zu empfehlen, aber keine Zwangsvoraussetzung.
Use Cases sind ein bewährtes und bekanntes Mittel in der Softwareentwicklung. Mit Use Cases wird die Funktionalität eines Systems beschrieben. Als Referenzwerk gilt i.d.R. das Buch von Ivar Jacobson et al. aus dem Jahr 1992, weitere Ansätze sind z.B. Cockburn (2000) oder Kulak u. Guiney (2003).
In 2011 wurde von Jacobson ein Update der Methode veröffentlicht. Use Cases werden sowohl als Artefakte wie auch im Entwicklungsprozess neu interpretiert. Der Fokus liegt hierbei auf

  • sechs Prinzipien, die dem Einsatz von Use Cases 2.0 zugrunde liegen
  • Konzepte, Aktivitäten, Arbeitsprodukten und Regeln, die zusammen Use Cases 2.0 im eigentliche Sinne sind
  • und eine Kurzbeschreibung wie Use Cases 2.0 eingesetzt werden können.

In dem Tutorium möchten wir zuerst die Konzepte von Use Cases 2.0 vorstellen. Für diejenigen Teilnehmer, die bereits die „klassischen Use Cases“ kennen, beschreiben wir kurz deren Unterschiede zu Use Cases 2.0 Dabei wollen wir insbesondere aufzeigen, wie sich durch die Verbindung bewährter Konzepte des Requirements Engineering mit agilen Vorgehensweisen sowohl die Risiken unterspezifizierter Systeme als auch die Auswirkungen der Überspezifizierung minimieren lassen.
Im zweiten Teil des Tutoriums teilen wir die Gruppe und bearbeiten eine Fallstudie. Ideen für Fallstudien können ggf. von den Teilnehmern mit ausreichendem Vorlauf eingereicht werden. Die Tutorienleiter begleiten jeweils eine Gruppe. Die Ergebnisse der Gruppen werden zum Ende des Tutoriums zusammengeführt und in der Gruppe besprochen.
Zum Abschluss des Tutoriums werden die Erkenntnisse zusammengeführt, durch die Teilnehmer die Methode reflektiert und potentielle „Einführungsstrategien“ in Projekten der Teilnehmer diskutiert.

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Tutorium 5 - Realization of Conceptual Modeling Tools for Value Creation: A Case Study on EKD concepts

Concept models are commodity in IT–science, hence a growing number of groups around the world design their individual modeling methods, in addition to existing standard ones for a variety of application domains. Models are there- fore not only used for schema or software generation but enable information value creation. Hence modeling methods need to provide the necessary concepts and functionality to perform value creation within the application domain. The construction of such applicable modeling methods is complex, especially when considering the entire spectrum from language artifacts to dedicated functionality in terms of platform mechanism. Today, different approaches, guidelines and practices for the development of modeling tools are available and promoted by different communities in research as well as practice. This tutorial concentrates on the conceptualization like the early development- and prototyping phases of a modeling tool and reflects contemporary concepts and challenges for meta modeling platforms. In this way, the aim of the tutorial is to bring together researchers and practitioners mainly from two areas: (1) In realizing full-fletched modeling tools in different application domains and (2) In dealing with method engineering on meta-modeling platforms.

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